Internationale Konferenz "Soziale und Gesundheitsdienstleistungen in der Gemeinschaft"

Am 28. Mai 2025 veranstaltete das Zentrum für Entwicklung und Bildung Prilep in Prilep eine internationale Konferenz zum Thema "Soziale und Gesundheitsdienstleistungen in der Gemeinschaft".

Die Konferenz vereinte Fachkräfte, Dienstleister und politische Entscheidungsträger, um Erkenntnisse und Errungenschaften im Bereich der häuslichen Pflege und Gesundheitsdienste auszutauschen. Sie eröffnete einen Dialog sowie den Austausch von bewährten Praktiken, Forschungsergebnissen und Innovationen im Bereich der sozialen und gesundheitlichen Versorgung zu Hause. Dabei wurde die Rolle der Institutionen, des Nichtregierungssektors, der Fachleute sowie der Familien und Gemeinschaften bei der Schaffung eines Systems hervorgehoben, das auf die Würde, die Bedürfnisse und die Rechte der Nutzer ausgerichtet ist.

In ihrer Begrüßungsrede rief Marina Tošeska, Vorsitzende des Vereins Zentrum für Entwicklung und Bildung Prilep, zu gemeinsamem Handeln, dem Aufbau von Unterstützungsnetzwerken, Solidarität und aktiver Fürsorge auf, um eine globale Gesellschaft zu schaffen, in der „niemand allein gelassen werden darf.“ Dies ist die Grundlage wahrer sozialer Gerechtigkeit.

Der Bürgermeister der Stadt Prilep – Herr Borče Jovcheski – betonte die Rolle der Gemeinden bei der Gestaltung und Bereitstellung sozialer Dienstleistungen sowie die Offenheit der Gemeinde Prilep für Partnerschaften und gegenseitige Unterstützung, um soziale und gesundheitliche Veränderungen zu bewirken, die die Bürger verdienen.

Der Direktor des Zwischenkommunalen Zentrums für soziale Arbeit Prilep – Herr Zoran Malkoski – betonte in seiner Begrüßungsrede die Rolle dieser Institution bei der Unterstützung von Anbietern sozialer Dienstleistungen sowie bei der Hilfe für Dienstleistungsempfänger und ihre Familien im Umgang mit der Komplexität des sozialen und gesundheitlichen Schutzes, der Bewältigung psychosozialer Probleme und dem Zugang zu Ressourcen der Gemeinschaft.

Ein Grußwort hielt auch der Projektkoordinator des TRANS-AKT Projekts – Herr Stefan Niedermoser aus der Republik Österreich. Im Rahmen dieses Projekts wird ein Spektrum sozialer und gesundheitlicher Dienstleistungen angeboten, darunter Hausbesuche von Krankenschwestern, Physiotherapeuten, Psychologen und/oder Sozialarbeitern. Herr Niedermoser betonte, dass die Gemeinschaft nicht nur Nutzer von Dienstleistungen ist – sie ist Teil der Lösung, und dass durch die Anwendung eines Bottom-up-Ansatzes erfolgreiche soziale und gesundheitliche Dienste im häuslichen Umfeld geschaffen werden.

Die Republik Österreich zählt zu den besten Ländern Europas – und darüber hinaus – in Bezug auf das Sozialsystem und die Verfügbarkeit sozialer Dienstleistungen für verschiedene Kategorien von Bürgern in sozialem Risiko. Herr Harald Fugger – Attaché des österreichischen Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz – stellte das System der sozialen Dienstleistungen in der Republik Österreich vor. Seit vielen Jahren unterstützt die Republik Österreich unsere Institutionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen bei der Entwicklung eines Sozialmodells nach österreichischem Ansatz, das Rechte und Dienstleistungen umfasst, die den tatsächlichen Bedürfnissen unserer Bürger entsprechen und zu einem qualitativ besseren Leben sowie zu inklusiven und gerechten Gemeinschaften beitragen.

Im Rahmen der Konferenz fanden drei Podiumsdiskussionen statt. Eine der Diskussionen konzentrierte sich auf das Engagement der Gemeinden bei der Entwicklung sozialer Dienstleistungen. An dieser Diskussion nahmen Herr Christian Frank – Bürgermeister der Gemeinde Hernbaumgarten, Frau Doris Stadinger – Bürgermeisterin der Gemeinde Schwandstadt, Österreich, Herr Zoran Hegedić – ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Breznički Hum, Kroatien, sowie Herr Borče Jovcheski – Bürgermeister der Gemeinde Prilep teil.

Die zweite Podiumsdiskussion widmete sich den Herausforderungen und Vorteilen der sozialen Dienstleistung „Hilfe und Pflege zu Hause“. Die Podiumsteilnehmer Dragana Josifoska und Juliana Kukovska – Koordinatorinnen der sozialen Dienstleistung, Hari Veleski – Vertreter des Zwischenkommunalen Zentrums für soziale Arbeit Prilep, zuständig für Fallmanagement und Koordination der Dienstleistungen, sowie Aldina Delević – Pflegekraft, gaben einen kurzen Einblick in die Dienstleistung „Hilfe und Pflege zu Hause“, die Zusammenarbeit des Dienstleisters mit dem Sozialarbeitszentrum und teilten Geschichten aus der Erbringung der Dienstleistung, wobei sie die Bedeutung dieses Angebots für die Nutzer, ihre Familien und die lokale Gemeinschaft hervorhoben.

Die letzte Podiumsdiskussion behandelte das Thema Gesundheitsdienste in der Gemeinschaft. In dieser Diskussion versuchten die Podiumsteilnehmerin Frau Sajmira Ajderaj – Vertreterin von „Gesundheit für alle“ aus der Republik Albanien, Sara Bogdanoska – Psychologin im Rahmen des Projekts TRANS-AKT, Olivera Ruseska – Krankenschwester im Rahmen des Projekts TRANS-AKT und Ivana Makešoska – Sozialarbeiterin im häuslichen Bereich, offene Fragen zu beantworten, die uns betreffen. Durch die Identifizierung von Problemen und Möglichkeiten wollen sie gemeinsam zu einem effizienteren und gerechteren Gesundheitssystem in unseren Gemeinschaften beitragen.

Durch die Diskussionen wurden Fragen aufgeworfen, gute Beispiele genannt und neue Möglichkeiten zur Entwicklung und Verbesserung sozialer und gesundheitlicher Dienstleistungen in der Gemeinschaft identifiziert. Diese Konferenz erinnert uns daran, dass wir alle – egal wo wir sind – das gleiche Ziel verfolgen: Zugang zu Möglichkeiten und Dienstleistungen, die Inklusion, Würde und Gleichberechtigung für jede Person in der Gemeinschaft und Gesellschaft garantieren.

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